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Georges, Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch, 8. Aufl. (1913): insula

īnsula, ae, f. (viell. aus *en salo, »ἡ εν ἁλὶ οὖσα«; vgl. salum), die Insel, das Eiland, I) eig.: insula Britannia, Cic.: Cercina Africi maris insula, Tac.: insula parva, Liv.: insula cultorum egens, Liv.: insula adhuc hominibus vacua, Sall. fr.: insula inde paulatim facta, Liv.: insulae fortunatorum, s. fortunatus: alci insulam in lacu Prilio vendere, Cic. – Name eines Stadtteils von Syrakus, der durch einen schmalen Meeresarm von der übrigen Stadt getrennt war, Cic. Verr. 4, 117. – II) übtr., ein Haus ohne Vorhof u. Nebengebäude, wie jetzt gewöhnlich die Häuser unserer Städte sind, entweder einzeln liegend od. nur durch einen engen Zwischenraum (angiportus, Zwinger) von anderen getrennt. Die meisten insulae in Rom lagen hinter den umfangreichen herrschaftlichen Häusern (domus) nebeneinander gereiht und wurden ganz od. stockweise an minder bemittelte Leute vermietet, die inquilini (Mietsleute) u. später insularii hießen; die Aufsicht führte ein Sklave (insularius gen.), der auch die Miete einzog, Cic. u.a.: v. mehreren derartig zusammenstehenden Häusern, insofern sie einem Herrn (insulae dominus) angehörten, Cic. Cael. 17. Suet. Caes. 41, 3: domus (Paläste) et insulae, Tac. ann. 15, 41 in. – ebenso ein Tempel, als alleinstehendes Gebäude, Eccl. (vgl. Iustin. 32, 2, 2 u. dazu die Auslgg.).