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Georges, Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch, 8. Aufl. (1913): pila

pila,³ ae, f. (2. pilus, Haar), der Ball, I) eig., Spielball, pilā ludere, Ball spielen, Cic. u. Val. Max.: pilarum lusores, Firm.: pilas numerare, Sen. u. Petron. – Sprichw., claudus pilam, wenn man von etwas nicht recht Gebrauch machen kann, Cic. Pis. 69: mea pila est, der Ball ist mein, ich habe gewonnen, Plaut. truc. 706: Fortunae pila, Spielball des Glücks, Aur. Vict. epit. 18, 3. – meton., der Ball = das Ballspiel, quantum alii tribuunt alveolo, quantum pilae, Cic. Arch. 13. – II) übtr., alles Runde, der Ball, Knäuel, runde Haufen, die Kugel, A) im Allg.: terrae, Erdball, Erdkugel, Varro: lanuginis, Plin.: pilae Nursinae = rapa rotunda, Mart. – B) insbes.: 1) eine Seifenkugel, pilae Mattiacae, Mart. 14, 27. – 2) ein Kügelchen zum Abstimmen der Richter, Prop. 4, 11, 20. Ascon. argum. Cic. orat pro Mil. §. 18 ed. Halm. – 3) eine ausgestopfte Menschenfigur, mit der man bei Stiergefechten zur Kurzweil die Stiere reizte, ein Strohmann, Mart.: weil sie gew. von den Stieren zersetzt wurden, dah. übtr., noluerit dici quam pila prima suam, von einem zerrissenen Rocke, Mart. 2, 43, 6. – arch. Genet. pilai, Lucr. 5, 711 (713).