Close Window

Georges, Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch, 8. Aufl. (1913): pileus

pīleus (in den besten Hdschrn. u. in Ausgg. auch pilleus), eī, m. u. pīleum (in den besten Hdschrn. u. in Ausgg. auch pilleum), eī, n. = πιλος, der Filz, I) eine runde, an den Schläfen fest anliegende Filzkappe, Filzmütze, der Hälfte eines Eies ähnlich, die die Römer bei der Mahlzeit, bei Schauspielen, an Festen u. Freudentagen trugen, u. Sklaven, wenn sie verkauft wurden (zum Zeichen, daß der Verkäufer für sie keine Gewähr leistete) od. wenn sie die Freiheit erhielten (als Zeichen der Freiheit), Plaut., Liv. u.a.: pileum redimere, die Freiheit, Mart.: ad pileum vocare, die Sklaven zur Freiheit rufen, sie durch Versprechung der Freiheit zum Ergreifen der Waffen reizen, Liv. 24, 32, 9. Sen. ep. 47, 18. Suet. Tib. 4, 2. – pileum meum, Schutz, von einer Person, Plaut. fr. b. Non. 220, 16. – II) übtr., das Häutchen, womit das Kind im Mutterleibe umgeben ist, »die Glückshaube« (mediz. t. t.), Lampr. Anton. Diad. 4. §. 2 u. 3.