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Georges, Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch, 8. Aufl. (1913): rostratus

rōstrātus, a, um (rostrum), mit einem Schnabel-, mit einem Haken-, mit einer krummen Spitze u. dgl. versehen, geschnäbelt, vorn gekrümmt, Schnabel-, Haken-, falx, Colum.: vectis, Plin. – bes. von den am Vorderteile mit einer schnabelförmigen Spitze versehenen Schissen der Alten, navis, Cic. u.a.: prora, Plin.: dah. columna rostrata, eine marmorne, mit den Schnäbeln der erbeuteten Schiffe verzierte Säule, die dem Duilius wegen seines Seesieges über die Karthager im ersten punischen Kriege auf dem Forum zu Rom errichtet war, von der eine Nachbildung aus der Zeit des Kaisers Klaudius noch erhalten ist, die sich jetzt im Konservatoren-Palast befindet (die darauf befindliche u. teilweise noch erhaltene Inschrift am vollständigsten mitgeteilt im Corp. inscr. Lat. 1, 195), Liv. 42, 20, 1. Quint. 1, 7, 12: rostrata columna, Suet. Galb. 23. – ebenso rostrata corona, eine mit goldenem hervorstehendem Schiffsschnabel gezierte Ehrenkrone, die dem zur Belohnung gegeben wurde, der zuerst ein feindliches Schiff erstiegen od. übh. im Seetreffen sich mutig bewiesen hatte, Plin. 16, 7: dah. poet. übtr. von Agrippa, cui tempora navali fulgent rostrata coronā, d.i. dem die geschnäbelte Ehrenkrone um die Schläfe erglänzt, Verg. Aen. 8, 684.