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Georges, Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch, 8. Aufl. (1913): sagum

sagum, ī, n. (Nbf. sagus, ī, m., Afran. com. 44. Enn. ann. 508. Varro sat. Men. 569) [σάγος, keltisches Wort, s. Isid. orig. 19, 24, 13], ein viereckiges, dichtes, grobes Stück wollenes Tuch, als Umwurf, kurzer Mantel (über die Schulter geworfen und an der Seite mit einer Spange befestigt), gegen die rauhe Witterung als Bedeckung der Sklaven, Cato u. Colum.: der Hirten, Plin.: des Viehes, Veget.: benutzt zum Emporschnellen (als Strafe), Suet. u. Mart. (vgl. sagatio): als Schutzwand gegen Pfeile, Veget. mil. – bes. als Tracht der Kelten (Germanen), der Plaid, Tac. – u. als Umwurf der Soldaten im Felde, der Soldatenmantel, Kriegsmantel, Caes. u.a. – dah. ist sagum Zeichen des Krieges (wie toga Zeichen des Friedens) in den Redensarten: sagum sumere (v. einem) u. saga sumere (von mehreren), sich zum Kampfe bereit halten (auch von den in der Stadt zurückbleibenden Römern, mit Ausnahme der Konsularen, bei einem nahen Kriege [in tumultu]), Cic. u.a.: so auch ad saga ire, Cic. u. Vell.: est in sagis civitas, steht unter den Waffen, Cic.: dagegen saga ponere = die Waffen ablegen, Liv. epit.